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Allergenkennzeichnung: Keinen interessiert´s

Ergebnis der DEHOGA-Umfrage zur Allergenkennzeichnung: Viel Bürokratie – wenig Nutzen

 

Die Ergebnisse der deutschlandweiten DEHOGA-Umfrage, dass die Allergenkenninformation auch mehr als ein Jahr nach der Einführung von nur wenigen Gästen genutzt wird: So geben 89,1 Prozent der befragten Betriebe an, dass die Gäste die Allergeninformation in Form einer separaten Allergikerkarte bzw. die mündliche Information überhaupt nicht in Anspruch nehmen. Lediglich in 7,7 Prozent der Unternehmen gibt es ein bis zwei Mal pro Woche Anfragen von Allergikern.

Dies steht im krassen Widerspruch zum Aufwand, den die Betriebe in Folge der Allergenkennzeichnung haben: Bei 20,3 Prozent der Befragten hat die erstmalige Umsetzung mehr als fünf Stunden in Anspruch genommen, 33,1 Prozent mussten sogar mehr als zehn Stunden aufwenden. 74,8 Prozent der Betriebe haben zudem einen wiederkehrenden zeitlichen Aufwand von bis zu drei Stunden in der Woche aufgrund des wechselnden Speisenangebots.

Insgesamt sehen 64,8 Prozent der Befragten den zeitlichen Aufwand als größte Schwierigkeit an. 54,5 Prozent kritisieren den organisatorischen Aufwand. Für 45,9 Prozent der Betriebe stellt die fehlende oder unvollständige Kennzeichnung durch die Lieferanten ein Problem dar. Auch die hunderte Einzelkommentare zeigen, wie groß der Frust innerhalb der Branche über die geforderte Kennzeichnungspflicht ist.

Die Umsetzung der Allergeninformation erfolgt in 68,1 Prozent der Betriebe schriftlich, bei 24,6 Prozent mündlich und bei 1,7 Prozent der Betriebe elektronisch. Bei der schriftlichen Umsetzung entscheiden sich 32,8 Prozent für eine separate Allergikerspeisekarte, 29,0 Prozent für die Kladden- bzw. Ordnerlösung und 28,3 Prozent für die Kennzeichnung auf der allgemeinen Speisekarte.

Falls Sie Unterstützung bei der Umsetzung der Allergenkennzeichnungspflichten benötigen, finden Sie im exklusiven Download-Bereich viele Infos. 

Unser ganz herzlicher Dank gilt den 1.500  Unternehmern, die bei unserer Online-Umfrage mitgemacht haben. So konnten wir die Ergebnisse der Umfrage und Ihre wertvollen Kommentare in der am 30. Mai 2016 durchgeführten Anhörung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vortragen. Die Umfrage hat einmal mehr als deutlich gemacht, dass vor dem Hintergrund regelmäßig wechselnder Zutaten und Speisen die mündliche Auskunft die für den Allergiker vertrauenswürdigste und zuverlässigste Quelle darstellt. Der DEHOGA wird sich daher weiterhin vehement für eine bedingungslose mündliche Information einsetzen.


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
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