DEHOGA Nordrhein-Westfalen e. V.

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FAQ: Antworten auf wichtige Fragen zum Coronavirus

Alle Angaben in unseren FAQ sind nach bestem Wissen ausgearbeitet worden, jedoch ohne Gewähr. Bitte wenden Sie sich bei individuellen rechtlichen und steuerrechtlichen Fragen an Ihre zuständige Geschäftsstelle bzw. an Ihren Steuerberater oder Rechtsanwalt.

Liquiditätssicherung: Hilfen, Kredite, Mehrwertsteuer

Die gemeinsame Seite von Finanz- und Wirtschafstministerium beinhaltet die wesentlichen Informationen zu den Hilfen und wird ständig aktualisiert. Sie beinhaltet auch einen FAQ-Bereich.

www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Ausserordentliche-Wirtschaftshilfe/ausserordentliche-wirtschaftshilfe.html

 

 

Die Härtefallhilfen www.haertefallhilfen.de unterstützen Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Sie richten sich speziell an solche Unternehmen, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen, zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe.

Die Härtefallhilfen werden durch die Länder geregelt. Das jeweilige Bundesland prüft den Einzelfall und entscheidet nach eigenem Ermessen, wer eine Härtefallhilfe erhält.

Härtefallhilfen für NRW beantragen und weitere Informationen hier

Neu: Die Härtefallhilfe in NRW wurde auf den Förderzeitraum bis Ende Dezember 2021 verlängert. Der Höchstförderbetrag beträgt unverändert bis zu 150.000 Euro. Der Antrag ist bis spätestens zum Ablauf des 31. Dezember 2021 zu stellen. 

Alle Personen, die zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung ihres Lebensunterhalts zur Verfügung haben, können einen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende haben. Dies gilt unabhängig davon, welche Beschäftigungsform diese Person hat beziehungsweise ob sie überhaupt eine Beschäftigung hat. Sie können einen Anspruch auf Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende haben, sofern Sie und gegebenenfalls Ihre Familie (Mitglieder Ihrer Bedarfsgemeinschaft) zu wenige oder keine eigenen Mittel zur Sicherung Ihres Lebensunterhalts zur Verfügung haben.

Mehr Informationen finden Sie im Fragen-und-Antworten-Katalog (FAQ) der Arbeitsagentur.

Am 3. Februar 2021 hat der Koalitionsausschuss entscheiden, die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie über den 30. Juni 2021 hinaus befristet bis zum 31. Dezember 2022 auf den ermäßigten Steuersatz von 7% zu senken (auf Getränke gilt generell wieder 19%) , da Gastronomiebetriebe von der COVID19-Krise besonders betroffen sind und durch die bestehenden Schließungen von der derzeitigen Mehrwertsteuersenkung nicht profitieren können.

Der DEHOGA fordert eine Entfristung der Mehrwertsteuersenkung unter Einbeziehung der Getränke.

Auf Beherbergungsleistungen bleibt der reduzierte Mehrwertsteuersatz erhalten.

Das aktuelle Merkblatt finden Sie in unserem Download-Bereich...

Weitere Informationen finden Sie: hier

Kurzarbeit und Arbeitsrecht

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden pauschal zu 100 Prozent erstattet. Ab dem 01. Januar 2022 werden pauschal 50 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von Kug ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende März 2022 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 24 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kug.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die Anzeige über Kurzarbeit sowie die Anträge auf Erstattung des Kurzarbeitergeldes können online oder schriftlich eingereicht werden.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kug behalten ihre Gültigkeit.

 

Hinweis:
Die genannten Voraussetzungen gelten befristet bis 31. März 2022.

Bei Unterbrechungen der Kurzarbeit von 3 Monaten oder länger muss Kurzarbeit wieder neu angezeigt werden. Das Kurzarbeitergeld kann in diesem Fall erst ab dem Monat wieder gewährt werden, in dem die neue Anzeige bei der Agentur für Arbeit eingegangen ist. Dies gilt auch, sofern der bewilligte Bezugszeitraum verlängert werden muss.

Wenn Ausbildungsbetriebe von mehreren Phasen der Kurzarbeit betroffen sind, dann müssen sie folgendes beachten: Wird nach 3 oder mehr zusammenhängenden Monaten erneut Kurzarbeit erforderlich, so beginnt eine neue Bezugsdauer der Kurzarbeit. Dies hat zur Folge, dass Auszubildende auch wieder Anspruch auf die volle Ausbildungsvergütung bis zum Ablauf von 6 Wochen oder 30 Arbeitstagen haben – falls die Voraussetzungen für das Kurzarbeitergeld erneut vorliegen.

Mehr Informationen zum Thema Kurzarbeit finden Sie auf folgenden Seiten:

www.dehoga-corona.de/kurzarbeit-und-arbeitsrecht/: Auf dieser bundesweiten Themenseite des DEHOGA finden Sie unter anderem auch FAQ zum Thema Kurzarbeit und Arbeitsrecht.

 

https://www.dehoga-nrw.de/coronavirus/merkblaetter-antraege-musterschreiben/?L=0 Hier finden Sie viele Downloads zum Thema Kurzarbeit.

  • Für die Antragstellung genügt eine kurze Begründung der Anzeige.
  • Die Zustimmung zur Kurzarbeit durch die Beschäftigten ist keine zwingende Voraussetzung mehr, muss dann aber nachgereicht werden. Ein Nachweis der Information reicht zunächst aus.
  • Es gelten zwei Erstattungsprinzipien. Der Antrag auf KuG muss
    1. die Umsetzung des IFSG als Grund haben und 
    2. vorübergehend, also für maximal 12 Monate gestellt werden.
  • Nutzen Sie als KuG Frist einen möglichst langen (mindestens 6 Monate) Zeitraum. Wenn Sie KuG vor Ablauf nicht mehr benötigen, ist das Beenden sehr einfach. Senden Sie einfach keine Abrechnung mehr ein und geben Bescheid. Fristen zu verlängern ist aufwändiger.
  • Reichen Sie die Anzeige für den laufenden Monat unbedingt bis Ende des Monats ein. Nicht bis zur letzten Stunde warten. Es gibt die Möglichkeit, dies online zu tun.
  • Es wird die Einbringung von Arbeitszeitkonten gelockert und die Einbringung von verplantem Urlaubsanspruch 2020 nicht mehr gefordert.
  • Es wird ein einseitiges, einfacheres Formular zur Anzeige bereitgestellt.
  • Beantragen Sie KuG für den gesamten Betrieb. Wenn Sie dies nur für einzelne Abteilungen planen, ist es später einfacher, den Bereich einzugrenzen, als ihn anders herum zu erweitern.
  • Azubis bekommen aktuell erst nach sechs Wochen KuG.
  • Gekündigte MitarbeiterInnen, egal ob arbeitnehmer- oder arbeitgeberseitig gekündigt, bekommen kein KuG, sondern das normale Gehalt.
  • das umfangreiche BA-Merkblatt-8a-zur Kurzarbeit
  • Grundsicherung: Wenn das Kurzarbeitergeld nicht mehr für den Lebensunterhalt reicht
  • Die Führung von Arbeitszeitnachweisen ist wichtig. Für die Prüfung der Abrechnungen wird nach solchen Nachweisen gefragt. Eine plausible Nachweismöglichkeit gerade bei Vertrauensarbeitszeiten beschleunigt und vereinfacht den Prozess der Abrechnung. 

Nutzen Sie darüber hinaus die aktuellen Infos der Arbeitsagentur.

 

 

Aufgrund der aktuellen Situation sind viele Ausländerbehörden nur eingeschränkt arbeitsfähig. Gleichzeitig müssen aufenthaltsrechtliche Verfahren wie z. B. Verlängerungen von Aufenthaltstiteln weiterlaufen.

Das Bundesinnenministerium hat daher zwei Rundschreiben (Rundschreiben vom 25. März 2020 und 9. April 2020) sowie zwei Verordnungen (Schengen-Visa-COVID-19-Pandemie-Verordnung und 2. Schengen-COVID-19-Pandemie-Verordnung) erlassen. Die in den Verordnungen getroffenen Regelungen wird das Bundesinnenministerium zum 30. September 2020 auslaufen lassen (siehe Mitteilung des BMI). Die Rundschreiben geben den Ausländer-behörden nur Empfehlungen, wie sie in der derzeitigen Situation verfahren sollen. In jedem Fall ist daher eine Ansprache mit der zuständigen Ausländerbehörde zu empfehlen.

Wesentliche Inhalte (Stand 28.09.2020):

  • Verlängerungsanträge bei Aufenthaltstiteln (mit Ausnahme von Schengen-Visa): Beantragt eine Ausländerin oder ein Ausländer vor Ablauf des Aufenthaltstitels dessen Verlängerung, tritt mit Antragstellung die Fiktionswirkung in Kraft, d. h. der bisherige Aufenthaltstitel gilt vom Zeitpunkt seines Ablaufs bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde als fortbestehend (Fiktion). Die nach § 81 Absatz 5 AufenthG zu erteilende Fiktionsbescheinigung dient lediglich zu Nachweiszwecken. Dies gilt auch dann, wenn der Antrag formlos (z. B. telefonisch, online, per E-Mail oder per Post) gestellt wird. Die gleiche Regelung gilt auch für Aufenthaltstitel mit einer gesetzlichen Höchstaufenthaltsdauer.
  • Ablaufende Schengen-Visa: Mit den Schengen-Visa-COVID-19-Pandemie-Verordnungen werden die Inhaber ablaufender Schengen-Visa bis zum 30. September 2020 vom Erfordernis eines Aufenthaltstitels befreit. Eine Erwerbstätigkeit (z. B. bei kurzen Entsendungen, für die ein Schengen-Visum erteilt wurde), die die Betroffenen rechtmäßig mit ihrem Schengen-Visum ausgeübt haben oder hätten ausüben können, dürfen sie auch nach Ablauf des Schengen-Visums bis zum 30. September 2020 ausüben. Bei der Ausreise ist kein Nachweis (wie z. B. eine Grenzübertrittsbescheinigung) erforderlich. Diese Regelungen lässt das Bundesinnenministerium zum 30. September 2020 auslaufen (siehe Mitteilung des BMI).
  • Aufenthaltsbeendigung nach Kündigung des Arbeitsverhältnisses: Der weite Er-messensspielraum, der Ausländerbehörden hinsichtlich einer etwaigen Verkürzung der Geltungsdauer der Aufenthaltserlaubnis bei Kündigungen eingeräumt wird, soll vor dem Hintergrund der aktuellen Situation besondere Aspekte, wie die perspektivische Aussicht auf eine Weiterbeschäftigung beim bisherigen Arbeitgeber, berücksichtigen. Grundsätzlich hat die Ausländerbehörde eine sachgerechte Interessenabwägung vorzunehmen und dabei zu berücksichtigen, welche Erfolgsaussichten auf einen neuen Arbeitsvertrag bestehen und ob Ansprüche auf beitragsfinanziertes Arbeitslosengeld vorliegen.
  • Bezug von Kurzarbeitergeld: Der Bezug von Kurzarbeitergeld hat keine Auswirkungen auf den Bestand eines Aufenthaltstitels. Der Bestand eines Aufenthaltstitels ist auch nicht beeinträchtigt, wenn der Bezug von Kurzarbeitergeld dazu führt, dass der Lebensunterhalt durch Leistungen der Grundsicherung nach SGB II aufgestockt werden muss.
  • Verlängerung des Aufenthaltstitels bei verschobenen Prüfungen in Studium, Berufsausbildung oder Schule: Auszubildenden in betrieblicher und schulischer Ausbildung soll die Möglichkeit zum Ablegen der Prüfung gegeben werden, auch wenn die neuen Prüfungstermine erst für ein Datum nach Ablauf des bestehenden Aufenthaltstitels festgelegt werden. Dies gilt entsprechend auch für die Ausbildungsduldung nach § 60c AufenthG. Analog gelten die Regelungen auch für Studium und Schulbesuch.
  • Vorübergehende Unterbrechungen von Qualifizierungsmaßnahmen bei Aufenthaltstiteln nach § 16d AufenthG: Covid-19-bedingte Unterbrechungen bzw. Verzögerungen sind für den Aufenthalt unschädlich. Zudem können Titelinhaberinnen und -inhaber während der Unterbrechung bzw. Verzögerung mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) weiterhin in im Zusammenhang mit der erstrebten Qualifikation stehenden Berufen beschäftigt werden.
  • Ablauf des Aufenthaltstitels während eines Aufenthalts im Ausland: Drittstaats-angehörige, deren Aufenthaltstitel während ihres Auslandsaufenthaltes abläuft und denen eine rechtzeitige Ausreise nach Deutschland wegen der bestehenden Reisebeschränkungen nicht möglich war, können einen Antrag auf Verlängerung des Aufenthaltstitels, wie einen Verlängerungsantrag aus dem Inland, formlos, also auch per E-Mail stellen. Sofern der Antrag vor Ablauf des Aufenthaltstitels gestellt wird, tritt damit die gesetzliche Fiktionswirkung ein.
  • Ablauf der Passgültigkeit: Aufgrund der aktuellen besonderen Umstände können zeitlich befristete Verlängerungsvermerke/Stempel in abgelaufenen Pässen oder Erklärungen der Staaten zur pauschalen Verlängerung aller abgelaufenen Pässe die Erfüllung der Passpflicht begründen, wenn eine Neuausstellung krisenbedingt nicht möglich sein sollte.

Themen rund um die Erwerbstätigkeit

  • Erleichterter Arbeitsbeginn für Personen aus bevorzugten Staaten, die ohne Vi-sum einreisen können: Drittstaatsangehörige aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland und den USA, die visumfrei eingereist sind, können, soweit sie im Besitz der Zustimmung der BA sind und den Aufenthaltstitel beantragt haben, die bezeichnete Beschäftigung aufnehmen. Für Personen, die nicht im Besitz einer Zustimmung der BA sind, kann die o. g. Lösung keine Anwendung finden und eine reguläre Antragstellung bei der Ausländerbehörde ist notwendig.
  • Erweiterte Beschäftigungsmöglichkeiten für Studierende: Der gesetzlich erlaubte Umfang an Beschäftigungsmöglichkeiten wurde erweitert. Die Ausländerbehörden werden aufgefordert, erforderliche Beschäftigungserlaubnisse zur Ausweitung des Umfangs, die grundsätzlich die Zustimmung der (BA) voraussetzen zu erteilen. Hierbei ist insbesondere die Globalzustimmung der BA vom 2. April 2020 für die darin genannten Beschäftigungen in der Erntehilfe zu berücksichtigen.
  • Mitteilungspflicht des Arbeitgebers bei vorzeitiger Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses: Ausländerbehörden sollen ihr Ermessen während der Krisenzeit dahingehend ausüben, dass von der Ahndung eines Verstoßes abgesehen wird, wenn die Mitteilung des Arbeitgebers über die vorzeitige Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses kapazitätsbedingt erst verspätet erfolgt.

 

 

 

Der GKV-Verband hat darauf hingewiesen, dass es vermehrt zu Fehlern bei der Beantragung und Abrechnung von Krankengeld in Höhe von KuG kommt. Dies betrifft insbesondere die Abgrenzung von Ansprüchen auf Krankengeld und Kurzarbeitergeld. Aktuell werden viele Anträge bei Krankenkassen gestellt, bei denen eigentlich die Arbeitsagenturen zuständig wären.

Beispiel: Kurzarbeit beantragt ab 15. März 2020, d. h. Anspruchszeitraum für KuG ist März 2020

  • Person mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung erkrankt bereits im Februar: Anspruch auf Krankengeld i. H. des KuG gegen die zuständige Krankenkasse (§ 47b Abs. 4 SGB V)
  • Person mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung erkrankt am 16. März: Anspruch auf KuG-Leistungsfortzahlung gegen die BA
  • Person mit Anspruch auf Entgeltfortzahlung erkrankt am 6. März: auch in diesem Fall Anspruch auf KuG-Leistungsfortzahlung gegen die BA

Dies ergibt sich daraus, dass maßgeblich für die Abgrenzung von Krankengeld und KuG der betriebliche Anspruchszeitraum ist. Dieser ist gem. § 96 Abs. 1 Nr. 4 SGB III i. V. m. § 325 Abs. 3 SGB III der Kalendermonat, für den KuG beantragt wird, unabhängig davon, wann genau in diesem Monat der Arbeitsausfall eingetreten ist.

Eine gesonderte einheitlich abgestimmte Liste für die Abrechnung der Arbeitgeber mit den Krankenkassen gibt es derzeit nicht. Es wird den Arbeitgebern stattdessen empfohlen, eine an die KuG-Abrechnungsliste der BA angelehnte Abrechnungsliste für das Krankengeld zu nutzen. Für die Krankenkassen sind dabei folgende über die BA-Abrechnungsliste hinausgehende Informationen wichtig:

  • Betriebsnummer
  • Rentenversicherungsnummer des Arbeitnehmers
  • Beginn des Kurzarbeitergeldbezuges

Diese Informationen sollten ergänzend an die Krankenkassen übermittelt werden.

Sehen Sie hierzu bitte die Ausführungen in unserem Merkblatt unter Frage 20.

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte zur Beratung an Ihre zuständige Geschäftsstelle.

In den letzten Wochen gab es einige Regelungen zum Umgang mit Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld.
Insbesondere zu den Fragen:

1. Ist es KUG-schädlich, wenn aus betrieblichen Gründen nicht sofort in Folge der Lockerungen der Betrieb
    wieder eröffnet oder nur eingeschränkt betrieben wird?

    Hier bleibt die BA weitgehend bei der unschädlichen Auslegung zu akzeptieren, wenn der Betrieb
    wirtschaftlich unzumutbar ist.

2. Kann die BA für Feiertage KUG kürzen?

    Hier kann es Sinn machen Widerspruch einzulegen, da ein Anspruch auf KUG bestehen kann, "wenn die
    betreffenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an dem Feiertag gearbeitet hätten."

3. Sind Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit KUG-fähig?

    Die BA hat ihre strikte Auffassung relativiert, "Arbeitsentgeltbestandteile können dann bei der
    Berechnung des Kurzarbeitergeldes berücksichtigt werden, wenn diese sozialversicherungspflichtig
    sind..."

4. Sind Arbeitgeberzuschüsse zum KUG zu versteuern?

    In der Regel nicht mehr! Mit einer Gesetzesänderung vom 06.06.20 wurde mit dem Corona-
    Steuerhilfegesetz auch der entsprechende § im EstG neu geschaffen. Danach sind jetzt Zuschüsse
    des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld für Lohnmonate zwischen März und Dezember 2020 steuerfrei,
    soweit sie zusammen mit dem KUG nicht die 80 Prozent-Grenze des Unterschiedsbetrages zwischen
    dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt überschreiten.

Nähere und weiterführende Informationen zum Thema finden Sie beim Bundesverbandes FAQs zur Kurzarbeit (Stand 29.10.20)

Aus- und Weiterbildung

Unsere Fragen-und-Antworten zum Themenschwerpunkt finden Sie hier...

Die Anpassungen der 2. Förderrichtlinie des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" sind im Bundesanzeiger veröffentlicht worden. Insbesondere folgendes wurde angepasst...

  • Eine Prämie zur Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung wird nun entweder an den Stammausbildungsbetrieb oder den Interims-Ausbildungsbetrieb / die Überbetriebliche Berufsbildungsstätte / den Ausbildungsdienstleister gezahlt. Die Antragsberechtigten verständigen sich untereinander, wer von ihnen die Prämie beantragt.
  • Die Prämienhöhe beträgt für jeden Auszubildenden, der an der geförderten Auftrags- oder Verbundausbildung teilnimmt, 450 € pro Woche, maximal 8.100 €.
  • Die Mindestdauer der geförderten Auftrags- und Verbundausbildung wird auf vier Wochen gesenkt. Die Auftrags- und Verbundausbildung kann auf mehrere, nicht zusammenhängende Zeiträume aufgeteilt werden.
  • Neuer Fördertatbestand Prüfungsvorbereitungslehrgang: Gefördert wird die Teilnahme an Prüfungsvorbereitungslehrgängen für Auszubildende, die im Laufe des Jahres 2021 ganz oder teilweise ihre Abschlussprüfung ablegen wollen. Antragsberechtigt ist hier nur der Stammausbildungsbetrieb. (Prämienhöhe: 50 % des dem Stammausbildungsbetrieb für die Prüfungsvorbereitung in Rechnung gestellten Entgelts, maximal 500 € pro teilnehmendem Auszubildenden)

Die Knappschaft Bahn See, welche die Richtlinie umsetzt, stellt hier… alle relevanten Informationen, Antragsformulare sowie Fragen & Antworten zur Richtlinie bereit.

Informationen hierzu finden Sie hier auf der Sonderseite der Bundesagentur für Arbeit.

Für die betriebliche Ausbildung und vor allem für die bevorstehende Prüfungsvorbereitung hat der DEHOGA Bayern 28 neue Lernfilme zu verschiedensten prüfungsrelevanten Themen in Küche wie Service produziert und hier in der Playlist Prüfungsvorbereitung: 28 Filme für Ausbildung und Prüfungsvorbereitung Gastgewerbe eingestellt. Die Filme unterstützen Ausbilder und Auszubildende kostenfrei und sind lerngerecht aufbereitet. Sie können sicherlich auch für Betriebe und Auszubildende in NRW eine willkommene Unterstützung in diesen so schwierigen (Ausbildungs-)Zeiten sein.

Qualifizieren statt Freistellen

Wenn Sie über Kurzarbeit oder die Freistellung von Beschäftigten nachdenken (müssen), könnte die staatlich geförderte Qualifikation mit Arbeitsentgeltzuschuss eine Alternative sein und für alle zur Win-Win-Situation werden...weiterlesen

In Etappen zum Berufsabschluss mit Teilqualifikationen im Beruf Fachkraft im Gastgewerbe.

Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) bietet Menschen ohne Schulabschluss, Beschäftigten, Ausbildungssuchenden, Migranten/Asylbewerber*innen und Arbeitssuchenden die Möglichkeit der Teilqualifizierung.

Mit den 5 Teilqualifizierungen im Berufsfeld der Fachkraft im Gastgewerbe erarbeiten Sie sich Schritt für Schritt das theoretische und fachpraktische Wissen, bis hin zum anerkannten Berufsabschluss. Eine Umsetzung in Teilzeit ist möglich.

Die Module der Teilqualifizierung sind eigenständig und können einzeln, aber auch nacheinander belegt werden.

Folgende Unterrichtsinhalte werden vermittelt:

  • Umgang mit Gästen
  • Service am Gast und Theke
  • Gasträume vorbereiten
  • Zahlungsverkehr im Service
  • Warenkunde und Hygiene
  • Einsatz von Geräten 

Die nächsten virtuellen Informationsveranstaltungen sind am:

  •  Dienstag, 21.12.2021 und
  •  Dienstag, 25.01.2022

Hierzu laden wir Sie ganz herzlich ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitten um eine vorherige Anmeldung per E-Mail an: anja.liebe​[at]​faw.de. Die Zugangsdaten zum Webex-Meeting erhalten Sie kurz vor der Veranstaltung.

Weitere Inforationen finden Sie hier und im Produktblatt.

Weitere Informationen

Kostenlose psychologische Erstversorgung / Begleitung

Die Corona-Krise hinterlässt nicht nur wirtschaftlich im Gastgewerbe ihre Spuren, sondern stellt auch für alle Arbeitnehmer eine persönliche erhebliche mentale Belastung dar. Stressfaktoren wie Isolation, Infektionsangst und die Angst über die eigene wirtschaftliche und soziale Entwicklung ziehen psychische Belastungen nach sich.

Die Firma HelloBetter/ Get.On, Institut und führender Anbieter der weltweit am meisten wissenschaftlich evaluierten Onlinetrainings zum Erhalt und Erlangung psychischer Gesundheit, stellt ihre Expertise zur Verfügung. Speziell für Corona hat die Firma mit finanzieller Hilfe von Partnern wie der Allianz oder der AOK ein Angebot entwickelt, welches sie Ihnen kostenfrei zur Verfügung stellen: www.starkdurchdiekrise.de

Sie finden dort z. B.:

  • Kostenfreie bundesweite Telefon-Hotline zur psychologischen Erstversorgung durch in Kurzinterventionen geschulten Psychologen/Psychotherapeuten CORONA Online-Training mit psychologischer Begleitung angepasst auf die derzeitige Beanspruchungssituation Digitale Aufklärungskampagne mit psychoedukativen Beiträgen und hilfreichen praktischen Bewältigungsstrategien