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Gastgewerbe NRW: Immer mehr Stornierungen von Veranstaltungen und Weihnachtsfeiern wegen Infektionslage - Forderung: keine Sonderopfer mehr für die Branche

Infektionslage führt zu immer mehr Absagen von Veranstaltungen und Übernachtungen im Gastgewerbe NRW. DEHOGA NRW fordert, nach 2G keine weiteren Beschränkungen wie Lockdown oder 2G+ im Restaurant. Staatliche Unterstützungen wie Kurzarbeitergeld und Überbrückungshilfe müssen verlängert und angepasst werden.

Gastronomie und Hotellerie im bevölkerungsreichsten Bundesland geraten angesichts immer mehr Absagen von Weihnachtsfeiern und anderer Veranstaltungen zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Aufgrund der Infektionsentwicklung der letzten Tage und Wochen wächst die Unsicherheit in Bevölkerung und Wirtschaft. Das Ergebnis: 83,4 Prozent der teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Gastgewerbe verzeichnen abgesagte Weihnachtsfeiern. Rund ein Drittel (32%) wurde bis jetzt abgesagt. Ähnlich verhält es sich mit anderen Veranstaltungen. Dort berichten 78,6 Prozent von Stornierungen im Umfang von einem Drittel.   

Das ist das Ergebnis einer Blitzumfrage des DEHOGA, an der sich auch rund 450 Gastronomen und Hoteliers aus Nordrhein-Westfalen beteiligten. Die Stornierungen bleiben allerdings nicht auf die Gastronomie beschränkt. Auch Beherbergungsbetriebe sind mit coronabedingten Stornierungen konfrontiert. Die Stornierungsquote lag zuletzt bei 23 Prozent. Dabei verzichten sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen auf das Übernachten in Hotels und Pensionen (41,2%). Mehrheitliche Absagen von geschäftlich bedingten Übernachtungen meldeten 18,6 Prozent, von Touristen 13,6 Prozent. Etwas mehr als ein Viertel (26,6%) blieb bis jetzt verschont. In einer früheren DEHOGA-Umfrage Anfang des Monats hatten bereits 64,2 Prozent über eine schlechtere Buchungslage in der für die Gastronomie wichtigsten Jahresphase als noch 2019 geklagt.

Als Grund Feiern, andere Veranstaltungen und Übernachtungen abzusagen, hatten die Gäste ganz überwiegend (91,5%) die aktuelle Infektionslage angegeben. Angesichts einer zu erwartenden weiteren Verschlechterung der Infektionslage fordert der DEHOGA in Nordrhein-Westfalen die Politik auf, dem Gastgewerbe nicht wieder Sonderopfer aufzuerlegen, sondern wie alle anderen Bereiche des wirtschaftlichen und öffentlichen Leben zu behandeln. Das Ende der Einschränkungen muss mit 2G erreicht sein, die Politik verlässlich bleiben. Es darf weder einen Lockdown geben noch die Wiedereinführung von Beschränkungen wie Mindestabstände oder 2G+ beim Restaurantbesuch, was einen „Quasi-Lockdown bedeuten würde. Parallel macht sich der Hotel- und Gaststättenverband aufgrund der absehbaren Umsatzeinbrüche dafür stark, staatliche Unterstützungen wie das Kurzarbeitergeld und die Überbrückungshilfe zu verlängern und anzupassen.


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
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