DEHOGA Nordrhein-Westfalen e. V.

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FAQ: Antworten auf wichtige Fragen zum Coronavirus

Alle Angaben in unseren FAQ sind nach bestem Wissen ausgearbeitet worden, jedoch ohne Gewähr. Bitte wenden Sie sich bei individuellen, rechtlichen und steuerrechtlichen Fragen an Ihre zuständige Geschäftsstelle oder Ordnungsamt bzw. an Ihren Steuerberater, Rechtsanwalt.

Hinweis zu den Inhalten unserer FAQ:

In den FAQ beantworten wir Fragen, deren Antwort wir kennen.

  • Die Regelungen der CoronaSchVO beziehen sich für die Gastronomie gleichermaßen sowohl auf den innen- wie den außengastronomischen Bereich. 
  • Fragen, die seitens des zuständigen Ministeriums noch nicht beantwortet sind, markieren wir mit IN KLÄRUNG.
  • Wir geben keine Vermutungen in Bezug auf Termine ab, wann weitere Maßnahmen zu erwarten sind. Weil wir es selbst nicht wissen.

Lockdown seit November 2020

Die neue Verordnung sieht vor, dass der Arbeitgeber den Beschäftigten im Falle von Büroarbeit oder vergleichbaren Tätigkeiten anbieten muss, diese Tätigkeiten im Homeoffice anzubieten, wenn keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten sind nicht verpflichtet, Homeoffice zu nutzen.

Für Beschäftigte, die nicht im Homeoffice arbeiten können, haben die Arbeitgeber durch geeignete Maßnahmen den gleichwertigen Schutz sicherzustellen. Das bedeutet insbesondere:

  • Die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen ist auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren. Lässt sich dies nicht vermeiden, darf eine Mindestfläche von 10 Quadratmetern pro jeder im Raum befindlichen Person nicht unterschritten werden, soweit die auszuführenden Tätigkeiten dies zulassen. Lassen die Tätigkeiten dies nicht zu, hat der Arbeitgeber für einen gleichwertigen Schutz durch andere Maßnahmen (insb. Lüftungsmaßnahmen, Abtrennungen) zu sorgen.
  • In Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten sind möglichst kleine Arbeitsgruppen zu bilden, die möglichst wenig Kontakt untereinander haben sollen.
  • Der Arbeitgeber hat medizinische Gesichtsmasken oder FFP2- Masken oder vergleichbare Atemschutzmasken zur Verfügung zu stellen, wenn die Anforderungen an die Raumbelegung oder zum Mindestabstand nicht eingehalten werden können oder wenn durch die Arbeit mit einem erhöhten Aerosolausstoß zu rechnen ist. Die Beschäftigten haben die Masken zu tragen. Die Verordnung enthält eine Auflistung zu einsetzbarem Atemschutz. Soweit FFP2-Masken eingesetzt werden, sind Tragezeitbegrenzungen bzw. Tragepausen zu berücksichtigen.(Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung zum richtigen Tragen der FFP2-Masken finden Sie hier verlinkt...)

Arbeitgeber müssen ihre Gefährdungsbeurteilung entsprechend überprüfen und aktualisieren.

FAQs des Bundesarbeitsministeriums zur Corona-Arbeitsschutzverordnung finden Sie hier...

Die Corona-ArbSchV können Sie hier herunterladen: www.bmas.de/DE/Service/Gesetze/sars-cov-2-arbeitsschutzverordnung.html

Das gilt jetzt schon

Es gelten die derzeitigen Arbeitsschutzregelungen fort:

  • Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen; Tragen von Tragen von Mund-Nasen-Bedeckung, wo dies nicht möglich ist.
  • In Kantinen und Pausenräumen muss ebenfalls der Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden.
  • Arbeitgeber müssen Flüssigseife und Handtuchspender in Sanitärräumen bereitstellen.
  • Regelmäßiges Lüften muss gewährleistet sein.

Das gilt neu (seit 27.01.2020) – zunächst befristet bis zum 15. März 2021

  • Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten das Angebot annehmen, soweit sie können.
  • Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen.
  • In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden.
  • Arbeitgeber müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken (Mund-Nasen-Schutz) zur Verfügung stellen.

 

 

Die Fassung der neuen Coronaschutzverordnung gilt ab dem 22. Februar 2021 und endet am 07. März 2021. Folgend finden Sie die wichtigsten Regelungen für die Hotellerie, die sich mit der neuen Verordnung nicht geändert haben.

Hinweis:

  • Das Tragen einer Alltagsmaske für Gäste in unseren Betrieben reicht wie bisher aus.
  • Beschäftigten muss der Arbeitgeber allerdings medizinische Masken zur Verfügung stellen. 

Beherbergung, Tourismus, Ferienangebote, §15 CoronaSchVO:

Grundsatz:

  • Alle Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken sind grundsätzlich untersagt.
  • Geschäftlich/dienstlich bedingte Übernachtungen sind weiterhin möglich.
  • Neu: §15 Abs 1 S.1 - Ausnahmen bei bestimmten privaten Übernachtungen
    Übernachtungsangebote zu privaten Zwecken sind untersagt, soweit sie nicht aus Gründen der medizinischen oder pflegerischen Versorgung oder aus sozial-ethischen Gründen dringend geboten sind.

    So lautet die Begründung:
    „Da der generelle Ausschluss von privaten Übernachtungen zu persönlichen Härten führen kann, die weder beabsichtigt noch infektiologisch geboten sind, werden für besondere Ausnahmesituationen auch private Übernachtungen wieder zugelassen. Die Ausnahmen sind eng auszulegen. Zur Behebung von Krisensituationen sind Übernachtungen zulässig, die zur medizinischen oder pflegerischen Versorgung erforderlich sind oder die aus sozial-ethischen Gründen dringend geboten sind, wie etwa die ohne Übernachtung nicht mögliche Teilnahme am Begräbnis einer besonders nahestehenden Person oder der Aufenthalt in der Nähe einer Klinik, in der eine nahestehende Person dringend behandelt werden muss.“


    Beispiele:
  1. Übernachtungen aus familiären Gründen –
    Beerdigungen sind nur als ein erlaubtes Beispiel aufgeführt. Es können also auch andere dringende familiäre Gründe unter enger Auslegung vorliegen.
  2. Übernachtungen aufgrund medizinischer Behandlungen -
    grundsätzlich umfasst, wobei für die Begleitperson ein besonderer Bedarf bestehen muss
  3. Übernachtungsnotwendigkeit wegen eines verpassten Flugs -
    Da bei einer Verspätung der Reiseveranstalter oder die Fluglinie die Verantwortung trägt, ist eine private Übernachtung nicht mehr anzunehmen und insofern gestattet.
  4. Beherbergung wegen drohender Obdachlosigkeit -
    Fall sozial-ethisch gebotener Übernachtung

    Hinweis: Eine Mustervorlage, um sich vom Gast den Reisezweck bestätigen zu lassen, finden Sie hier - unter Mustervorlagen, nachdem Sie sich dort mit ihren Login-Daten eingeloggt haben.

Einzelne Regelungen:

  • Sitzungen von rechtlich vorgesehenen Gremien öffentlich-rechtlicher und privatrechtlicher Institutionen, Gesellschaften, Parteien oder Vereine dürfen mit bis zu 20 Personen nur dann stattfinden, wenn eine Video- oder Telefonkonferenz nicht möglich ist, § 13 Absatz 3a CoronaSchVO.
    Hinweise:
    -
    Normale geschäftliche Treffen wie Vertriebsmeetings oder Treffen von Organsationseinheiten sind nicht umfasst!
    Hinweis: Den Nachweis, dass eine Sitzung durchgeführt werden muss, muss der Veranstalter erbringen.
  • Sitzungen mit mehr als 20 Teilnehmern unterliegen noch stärkeren Beschränkungen, § 13 Absatz 3b CoronaSchVO.
  • Die gastronomische Versorgung von übernachtenden Gästen oder Sitzungsteilnehmern ist möglich. Für dritte Gäste allerdings nicht.

    Der Verzehr von alkoholischen Getränken im gesamten öffentlichen Raum ist nicht mehr untersagt.

Die Fassung der neuen Coronaschutzverordnung gilt ab dem 22. Februar 2021 und endet am 07. März 2021. Folgend finden Sie die wichtigsten Regelungen für die Gastronomie. 

Hinweis:

  • Das Tragen einer Alltagsmaske für Gäste in unseren Betrieben reicht wie bisher aus.
  • Beschäftigten muss der Arbeitgeber allerdings medizinische Masken zur Verfügung stellen. 

Gastronomie, § 14 CoronaSchVO

Grundsatz:

  • Der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen bleibt untersagt.

Ausnahmen:

  • Betriebskantinen zur Versorgung der Beschäftigten bzw. der Nutzer*innen der Bildungseinrichtung
    Auch auf unsere Nachfrage hin stellt das MAGS in der Begründung zur CoronaSchVO hinsichtlich der Verpflegung von Betriebskantinen und Mensen klar. („…zulässig ist die Öffnung von Betriebskantinen und Mensen, wenn dies zur Aufrechterhaltung der Arbeitsprozesse (bei Betriebskantinen) oder der Bildungsangebote (Mensen) unverzichtbar ist. Dies ist allerdings nur dann anzunehmen, wenn die Nutzerinnen und Nutzer ohne diese Einrichtungen während eines längeren Arbeitstages nicht versorgt werden könnten und auch eine Beschränkung auf einen „to go“-Service mit nachfolgendem Verzehr im Büro o.ä. nicht möglich ist (z.B. bei reinen Fabrikarbeitsplätzen). Ein Abholservice bliebt auch bei Kantinen und Mensen zulässig, die Untersagung eines Verzehrs in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung, die im Außenbereich die Bildung von Menschenansammlungen verhindern soll, gilt naturgemäß nicht bei einer Mitnahme der Speisen in das eigene Büro, selbst wenn dieses im Umkreis von 50 Metern zur Kantine liegen sollte.“)
  • Abhol- und Lieferdienste für Getränke und Speisen sind erlaubt. Für alkoholische Getränke gilt allerdings ein Verkaufsverbot zwischen 23 Uhr und 6 Uhr.
  • Der Verzehr von Speisen und Getränken ist nur bei einem Mindestabstand von 50 Metern von der Einrichtung, in der sie gekauft werden, erlaubt. Der Verzehr von alkoholischen Getränken im öffentlichen Raum ist wieder erlaubt.
  • Bewirtung von zulässigen Veranstaltungen

Gastronomie, § 14 Absatz 1 S.2 CoronaSchVO

Betriebskantinen und Mensen in Bildungseinrichtungen dürfen ausnahmsweise dann zur Versorgung der Beschäftigten bzw. der Nutzerinnen und Nutzer der Bildungseinrichtungen betrieben werden, wenn sonst die Arbeitsabläufe bzw. ein zulässiger Bildungsbetrieb nicht aufrechterhalten werden könnten.

Das zuständige Ministerium hat auch auf unsere Nachfrage hin in die Begründung aufgenommen, dass "dies allerdings nur dann anzunehmen ist, wenn die Nutzerinnen und Nutzer ohne diese Einrichtungen während eines längeren Arbeitstages nicht versorgt werden könnten und auch eine Beschränkung auf einen „to go“-Service mit nachfolgendem Verzehr im Büro o.ä. nicht möglich ist (z.B. bei reinen Fabrikarbeitsplätzen). Ein Abholservice bliebt auch bei Kantinen und Mensen zulässig, die Untersagung eines Verzehrs in einem Umkreis von 50 Metern um die gastronomische Einrichtung, die im Außenbereich die Bildung von Menschenansammlungen verhindern soll, gilt naturgemäß nicht bei einer Mitnahme der Speisen in das eigene Büro, selbst wenn dieses im Umkreis von 50 Metern zur Kantine liegen sollte.“

Gemäß §15 (1a) gilt: Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer, die auf Rastanlagen und Autohöfen übernachten, dürfen dort gastronomisch versorgt werden. Absatz 1 Satz 3 gilt entsprechend. (...Beim Betrieb von Gemeinschaftseinrichtungen auf Campingplätzen und so weiter sowie bei der Beherbergung von Reisenden einschließlich ihrer gastronomischen Versorgung sind die Hygiene- und Infektionsschutzstandards nach § 4 zu beachten.)