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Ausbildung: Anzeichen für einen Corona-Schock verdichten sich

Bereits Anfang Juni gab es nach der DEHOGA-Ausbildungsumfrage deutliche Hinweise darauf, dass aufgrund der Corona-Krise die Ausbildung in Hotellerie und Gastronomie im kommenden Ausbildungsjahr 2020/2021 deutlich zurückgehen wird.. Diese Anzeichen verdichten sich jetzt nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) und des DIHK weiter.

Die BA stellt in ihren Ausbildungsmarktdaten mit Stand Ende Juni 2020 fest, dass aufgrund der Corona-Pandemie der Ausgleich von Bewerbern und Stellen auf dem Ausbildungsmarkt („Matching“) stark verlangsamt ist. Seit Mai nehmen die Bewerbungsprozesse zwar wieder Fahrt auf, es bleibt aber bis Juni ein Rückstand von 6 bis 8 Wochen zum letzten Jahr. Daher ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen und der gemeldeten Bewerber sowohl in der Gesamtwirtschaft als auch im Gastgewerbe deutlich geringer als im letzten Jahr. Die Rückgänge bei den gemeldeten Ausbildungsstellen lagen im Juni im Bereich Speisenzubereitung bei -14,7 %, in der Hotellerie bei -12,7 % und in der Gastronomie bei -16,5 %. Damit geht das Angebot gemeldeter Ausbildungsplätze im Gastgewerbe deutlich stärker zurück als in der Gesamtwirtschaft (-8,9 %).

Dabei geht der DEHOGA davon aus, dass diese Zahlen nur die „Spitze des Eisbergs“ darstellen. Denn nach der DIHK-Umfrage ist das Ausbildungsangebot in den IHK-Betrieben insgesamt um durchschnittlich 7 % geringer als im Vorjahr, während bei den gastgewerblichen Betrieben der Rückgang 29 % beträgt. Zur Erinnerung: Nach der DEHOGA-Umfrage plant etwa der Hälfte der Ausbildungsbetriebe Einschnitte bei der Zahl der Ausbildungsverträge.

eine Information des DEHOGA Bundesverband


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
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