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Corona-Verbreitung: Aerosole vom RKI als Hauptübertragungsweg anerkannt

Die Theorie lag in der Luft: Jetzt bezeichnet auch das Robert Koch Institut Aerosole neben der Tröpfcheninfektion als "Hauptübertragungsweg". Eine gute Belüftung von Innenräumen hilft, das Risiko zu minimieren.

Bereits seit einiger Zeit verdichten sich die Hinweise, dass Aerosole, also kleinste Teilchen, die in der Luft schweben, ein wesentliches Risiko für eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 Erreger darstellen. Mehrere Infektionen z.B. bei Chorproben und in Fitnessstudios trotz Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m nährten diesen Verdacht und auch immer mehr wissenschaftliche Analysen sprechen dafür. Seit der letzten Woche bezeichnet nunmehr auch das Robert Koch Institut in seinem Covid-19-Steckbrief Aerosole neben der Tröpfcheninfektion als „Hauptübertragungsweg“.

Aerosole entstehen neben dem Husten und Niesen auch beim Atmen und Sprechen. Der Übergang zu den größeren „Tröpfchen“ ist fließend. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass die schwereren Tröpfchen relativ schnell zu Boden sinken, während Aerosole in Innenräumen über längere Zeit in der Luft schweben und sich im Raum verbreiten. Manche Untersuchungen gehen von mehreren Stunden aus. Je lauter gesprochen, je tiefer geatmet wird, desto höher ist das Infektionsrisiko durch Aerosole. Das RKI weist darauf hin, dass „der längere Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch Aerosole auch über eine größere Distanz als 2 Meter erhöht“. Die sog. Alltagsmasken schützen vor einer Übertragung durch Aerosole nicht, dafür wären die eng abschließenden FFP2 oder FFP3-Masken erforderlich.

Vor diesem Hintergrund möchten wir Unternehmer und Beschäftigte des Gastgewerbes nochmals auf die große Bedeutung einer guten Belüftung beim Corona-Infektionsschutz hinweisen. Häufiges und kräftiges Durchlüften von Innenräumen senkt das Infektionsrisiko erheblich. Wo Klimaanlagen im Einsatz sind, ist ein möglichst hoher Frischluftanteil wichtig. Achten Sie bitte unbedingt auch auf eine regelmäßige und fachgerechte Wartung Ihrer Klimaanlage. Im Außenbereich ist das Übertragungsrisiko durch Aerosole aufgrund der Luftbewegung verschwindend gering. Weitere Details finden Sie in der hier verlinkten BGN-Praxishilfe zu Lüftungstechnischen Maßnahmen im Gastgewerbe.

Eine Meldung des DEHOGA Bundesverband


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
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