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DEHOGA NRW: Fünf nach 12 - Rettet unsere Gaststätten mit 7%

DEHOGA NRW unterstützt Petition für gleiche Steuern für jede Art von Essen +++ Karl-Heinz Hellwig mit silberner Ehrennadel für sein Engagement ausgezeichnet +++ Mehr Spielräume gegen Gaststättensterben und für Gaststättenkultur und höhere Löhne +++ mehr Nachhaltigkeit durch reduzierten Mehrwertsteuersatz +++ 12 Prozentpunkte mehr Spielraum für bessere Schulverpflegung

Silberne Ehrennadel für 600 Unterschriften: Karl-Heinz Hellwig, Kulisse, Wesseling

Vorab:

 

Anlässlich des Großen Vorstand des DEHOGA Nordrhein-Westfalen (Hotel- und Gaststättenverband) im Atlantic Congress Hotel in Essen erneuerte Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen, die Forderung der Branche nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz für alle Arten von Essen. Gleichzeitig forderte er mehr Mut der politischen Entscheidungsträger und unterstrich die Unterstützung des DEHOGA Nordrhein-Westfalen für die Petition des DEHOGA Bayern: Es ist fünf nach zwölf! Rettet unsere Gasthäuser! Für mehr Porzellan statt Plastik!“

Silberne Ehrennadel für 7%-Engagement
Er rief alle Gastronomen zwischen Rhein und Weser, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gäste dazu auf, sich an der Petition zu beteiligen. Er verwies auf den überwältigenden Einsatz und Erfolg von Karl-Heinz Hellwig, der zusammen mit seiner Familie und seinen Mitarbeitern in seinem Betrieb, der Kulisse in Wesselung, mehr als 600 Unterschriften eingesammelt hat und dafür mit der silbernen Ehrennadel des DEHOGA NRW ausgezeichnet wurde.

Gute Gründe für gleiche Steuern...

„Wer das Gaststättensterben, gerade auf dem Land, bedauert, den Leerstand früherer Landgasthäuser, den Wegfall der Arbeitsplätze in strukturell schwachen Regionen und auf der anderen Seite von der Branche höhere Löhne für die Beschäftigten in der Gastronomie fordert, dem sei gesagt: Es gibt ein wirksames Mittel: die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes. Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand, weil neben den täglichen Herausforderungen des Wettbewerbs auch noch die ungleiche Besteuerung die Situation in den Gaststätten verschärft“, so Bernd Niemeier. „Es ist und bleibt absurd, wenn für das Schnitzelbrötchen auf die Hand aus der Metzgerei oder dem Supermarkt sieben Prozent Mehrwertsteuer gelten und für das frische Schnitzel mit Beilagen vom Porzellan-Teller im Restaurant 19. Das ist nicht zu erklären und bedeutet unfairem Wettbewerb zwischen Gastronomie auf der einen und Bäckereien, Metzgereien oder dem Lebensmitteleinzelhandel auf der anderen Seite.“

...auch Nachhaltigkeit und bessere Schulverpflegung gehören dazu

In Zeiten gestiegenen Umweltbewusstseins verweist der DEHOGA neben einem fairen Wettbewerb und den steuerlichen Konsequenzen der Ungleichbehandlung auf einen weiteren Grund für sieben statt 19 Prozent: Nachhaltigkeit. „Wir feiern uns einerseits dafür, dass wir Plastik-Trinkhalme abschaffen und „benachteiligen“ andererseits den Cappuccino aus der Tasse oder den frisch gemachten Salat auf dem Restaurantteller gegenüber dem Coffee-to-go-Becher oder dem „Plastik-Salat“ mit Getränk für zwei Euro vom Discounter. Wer es mit der Umwelt hält, macht sich für Porzellan statt Plastik stark und damit für den reduzierten Mehrwertsteuersatz! Im Übrigen bedeuten sieben Prozent in der Schulverpflegung auch 12 Prozentpunkte mehr Möglichkeiten für eine bessere Qualität bei der Verpflegung unserer Kinder“, so Niemeier abschließend. 

Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen

Im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe, dem wichtigsten Leistungsträger im Tourismus, arbeiten über 400.000 Menschen in den ca. 50.000 Betrieben, die annährend 16,5 Milliarden Umsatz erwirtschaften.


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
Fon 02131 7518-140

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