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Gastgewerbe NRW im siebten Monat Corona-Krise: 72% kämpfen um ihre Existenz

Wirtschaftliche Herausforderungen bleiben enorm +++ 72 Prozent sehen akute Existenzgefährdung +++ Umsatzeinbußen seit 1. März bei 60 Prozent +++ bis Jahresende 53 Prozent erwartet +++ DEHOGA erwartet weitere Unterstützung für Gastronomie +++ Technische Innovationen für drinnen und draußen erhofft +++ Innovationsklausel könnte auch helfen

Auch im siebten Monat der Corona-Krise stehen Gastronomen und Hoteliers in Nordrhein-Westfalen vor gewaltigen Herausforderungen. 72,3 Prozent kämpfen nach eigenen Angaben aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie um das betriebliche Überleben. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des DEHOGA (Hotel- und Gaststättenverband), an der sich 715 Unternehmer*innen aus Nordrhein-Westfalen beteiligten. Die Umsatzeinbußen zwischen Rhein und Weser beliefen sich seit dem 1. März auf durchschnittlich 60 Prozent. Trotz der Lockerungen lag der Umsatzrückgang im August im Vergleich zum August 2019 bei durchschnittlich 47 Prozent. „Die Gemengelage bleibt komplex: Der Geschäftsreiseverkehr kommt nicht recht aus den Startlöchern, Großveranstaltungen wie Messen, Sportveranstaltungen oder Konzerte finden weiterhin nicht, getanzt werden darf nicht, Corona-Regelungen bedeuten vermindertes Platzangebot und erhöhte Kosten. Zudem sind viele Gäste immer noch verunsichert“, resümiert Bernd Niemeier, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen. Um eine gewaltige Pleitewelle zu verhindern und Arbeitsplätze zu retten, fordert Niemeier Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen, die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung mit Einbeziehung der Getränke sowie eine gesetzliche Klarstellung zur coronabedingten Pachtminderung.

Äußerst problematisch bleibt für die Branche, dass die Aussichten ebenfalls düster sind. Gastronomen und Hoteliers erwarten in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von 53 Prozent. Die gesamte Branche schaut mit Sorge auf Herbst und Winter - die Hotellerie wegen des nur äußerst schleppend anlaufenden Geschäftsreiseverkehrs, Caterer wegen ausfallender Veranstaltungen und Events, Clubs- und Diskothekenbetreiber, weil sie noch gar nicht eröffnen dürfen. Auch in der Gastronomie gibt es spezielle Herausforderungen - drinnen wie draußen: „Wir brauchen kommunales Entgegenkommen bei Gestaltungssatzungen, nutzbaren Außenflächen, Sperrzeiten und der "Heizpilzfrage". Genauso wichtig ist, die Gastronomie insgesamt durch technische Innovation zu stärken - die Vorschläge von Wirtschaftsminister Pinkwart, Filtertechnik zu fördern und eine Innvoationsklausel in die Coronaschutzverordnung einzuführen, weisen den Weg. Auch für den Bereich der Außengastronomie kann es nachhaltige, Komfort-erhöhende Ideen geben, die unterstützenswert sind. Gute Lösungen erhöhen den Komfort draußen und das Sicherheitsgefühl der Gäste drinnen“, so Niemeier.


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
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