DEHOGA Nordrhein-Westfalen e. V.

DEHOGA-Center, Hammer Landstraße 45, 41460 Neuss
Fon 02131-7518100, Fax 02131-7518101
info​[at]​dehoga-nrw.de, www.dehoga-nrw.de

Verbandstag DEHOGA NR: Tausche Flexibilität gegen längere Öffnungszeiten!

DEHOGA Nordrhein-Präsident von Schwerin beschreibt Fachkräftemangel als große Aufgabe für die Branche +++ Forderung nach mehr Flexibilität für Gastronomen, Hoteliers und deren Mitarbeiter +++ Auch Gäste würden profitieren +++ Veränderung beim Arbeitszeitgesetz dazu notwendig

Der Fachkräftemangel ist eine der dringlichsten Herausforderungen für Gastronomen und Hoteliers in ganz Deutschland. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, geburtenschwache Jahrgänge und die zunehmende Akademisierung fordern ihren Tribut an Tisch und Tresen. Gastronomische Betriebe müssen ihre Angebote anpassen, verkürzen Öffnungszeiten oder erhöhen die Zahl ihrer Ruhetage.

Vor diesem Hintergrund und anlässlich des Verbandstages des DEHOGA Nordrhein (Hotel- und Gaststättenverband), dem mit knapp 6.000 Mitgliedern größten Bezirksverband des DEHOGA in Deutschland, unterstrich Präsident Henning Thomas Graf von Schwerin in Duisburg mit Blick auf die Politik die Wichtigkeit einer zeitgemäßen Arbeitszeitregelung, als einem wichtigen Baustein, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. „Wir wollen keine Mehrarbeit für unsere Mitarbeiter, aber wir brauchen flexiblere Arbeitszeiten, um den Nachfragewünschen unserer Gäste und den Anforderungen an unsere Betriebe  nachzukommen. Am Ende werden alle davon profitieren: Arbeitgeber, Arbeitnehmer und vor allen Dingen unsere Gäste - mit längeren Öffnungszeiten und weniger Ruhetagen.“ Der DEHOGA fordert seit langem, die Tageshöchstarbeitszeit durch eine Wochenhöchstarbeitszeit von bis zu 48 Stunden im Mittel zu ersetzen. Heute müssen in der Gastronomie alle Mitarbeiter nach maximal zehn Stunden nach Hause geschickt werden.   

Flexiblere Arbeitszeiten könnten helfen, die Branche als Arbeitgeber attraktiver zu machen. „Wenn wir beispielsweise durch die neue Flexibilität aus einer 5- eine 4-Tage-Woche bei vollem Gehalt machen könnten, wäre das ein spannendes Angebot an unsere Mitarbeiter“, ist sich von Schwerin sicher. Profitieren könnten auch Aushilfen, die sich neben ihrem eigentlichen Job noch etwas in der Gastronomie dazu verdienen möchten. Heute kann nach Arbeitszeitgesetz eine Aushilfe, die bereits acht Stunden im Büro z.B. gearbeitet hat, nur noch zwei weitere Stunden servieren, kochen oder Cocktails mixen. „Wer nebenher am Freitagabend in einer Kneipe noch Bier zapfen möchte, dem reichen zwei Stündchen aber nicht aus. Dem Arbeitgeber im Übrigen auch nicht“, so von Schwerin.

Mit Ausblick auf das kommende Jahr fordert von Schwerin deshalb Änderungen: „Nach 25 Jahren ist es an der Zeit, das Arbeitszeitgesetz an die veränderte Arbeits- und Lebenswelt anzupassen.“


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
Fon 02131 7518-140

Nachricht senden