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Verlängerung Corona-Hilfen nur bis September: Gastgewerbe fürchtet Bundestagswahl und fordert die Verlängerung bis Ende Dezember

Haakon Herbst: "Wir können nicht bis November warten!"

Ende September sind Bundestagswahlen. Diskussionen, um die Verlängerung von weiterhin notwendigen Corona-Hilfen fallen damit in die heiße Phase des Wahlkampfs und Zeit der Regierungsbildung. Der DEHOGA NRW fürchtet handwerkliche Fehler, die Verschiebung dieses überlebenswichtigen Themas in den Herbst und fordert deshalb, die Überbrückungshilfe III plus zeitnah nicht nur bis Ende September, sondern mindestens bis Ende des Jahres zu verlängern. Und zwar jetzt im Sommer.

"Der 30. September reicht nicht! Die Überbrückungshilfen müssen vor dem Hintergrund der Bundestagswahlen schon jetzt bis mindestens Ende des Jahres verlängert werden", fordert Haakon Herbst, Regionalpräsident im DEHOGA Nordrhein-Westfalen. Die zuständigen Minister Scholz und Altmaier hatten lediglich eine Verlängerung der Überbrückungshilfe III bis Ende September angekündigt. Die Branche hätte die angekündigte Verlängerung der Hilfen in "normalen" Jahren begrüßt. Allerdings befürchten Gastronomen und Hoteliers zu Zeiten von Wahlkampf und Regierungsbildung, dass das Thema nicht die notwendige Aufmerksamkeit erfährt. "Wenn die jetzige Regierung bis zur Wahl keine Einigung für eine Hilfen-Verlängerung über den 30.9. hinaus findet, wird das Thema als eines von vielen in der neuen Regierung liegenbleiben. Wir können aber nicht bis November warten. Wir werden ab 1. Oktober weitere Unterstützung benötigen. Die Pandemie und ihre Auswirkungen auf unsere Branche enden nicht Ende September", beschreibt Herbst den Ernst der Lage in der Branche.   

 

Der DEHOGA sieht große Teile der Branche in NRW immer noch in einer Corona-bedingt äußerst schwierigen Situation: Der Geschäftsreiseverkehr lahmt, das Messe- und Tagungsgeschäft ebenso, private Veranstaltungen laufen nur schleppend an, Clubs und Diskotheken dürfen überhaupt erst ab September an den Start und Corona-Einschränkungen bedeuten weiterhin zusätzliche Belastungen. Die Umsatzverluste werden also für viele bleiben. "Wir fordern keine Hilfe für alle, aber für die, die weiterhin und absehbar betroffen von der Krise sein werden", so Herbst.

 

In Anbetracht der nächste Woche anstehenden Wirtschaftsministerkonferenz, die NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart leitet, appelliert der DEHOGA NRW an die Minister der Länder und Bundeswirtschaftsminister Altmaier, das Thema Verlängerung der Ü III Plus noch einmal auf die Agenda zu setzen. "Wir wollen, dass alle  Betriebe, die wegen Corona unverschuldet in Schieflage geraten sind, wieder Boden unter die Füße bekommen, um zu überleben. Damit das gewährleistet ist, muss auch die Ü III Plus über den 30.9. hinaus verlängert werden. Am besten jetzt", betont Herbst abschließend.

 

 


Thorsten Hellwig
Pressesprecher NRW
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