Quereinstieg & Integration

Die Chancen für branchenfremde sowie geflüchtete Menschen sind hoch

52.000 Betriebe und 370.000 Beschäftigte

Die Chancen für einen Quereinstieg in Hotellerie- und Gastronomie sind vielseitig. So werden Stellen in der Bedienung häufig mit Quereinsteigern besetzt. Die klassische Gastronomie, z.B. Gaststätten, Imbissläden, Eiscafés und Restaurants, stellt Servicekräfte und auch Küchenhilfen ohne Vorerfahrung ein. Ein Unterschied zeichnet sich jedoch in der gehobene Gastronomie ab. Hier wird schon häufiger Wert auf eine abgeschlossene Ausbildung als Restaurantfachkraft oder als Hotelfachkraft gelegt.

Einige Betribe haben bereits gute Erfahrung mit der Einarbeitung, Praktika und Ausbildung geflüchteter Menschen sowie branchenfremder Quereinsteiger:innen. In regelmäßig stattfindenden Schulungen werden Ihnen dann die berufsspezifischen Grundlagen vermittelt die Ihnen den Einstieg in die Hotellerie und Gastronomie ermöglichen. Hinzu kommt die Möglichkeit, die berufliche Karriereleiter weit nach oben zu klettern. Denn in einer Branche, wo viele Arbeitskräfte gesucht werden, bestehen auch zwangsläufig viele Aufstiegschancen. In jedem Fall lohnt es sich, den gewünschten Betrieb anzusprechen.

Neues Mentoringprogramm für Azubis mit Migrationsgeschichte

Bewerbung September bis November 2022

Der DEHOGA hat zusammen mit der Deutschlandstiftung Integration und unterstützt durch Coca-Cola Europacific Partners ein neues Förderprogramm für Auszubildende mit Migrationsgeschichte gestartet. Azubis können sich dafür ab 1. September 2022 bewerben. Außerdem suchen wir Führungskräfte aus der Branche als Mentorinnen und Mentoren.

Mit 41.500 Auszubildenden ist das Gastgewerbe eine der größten Ausbildungsbranchen in Deutschland. Junge Menschen mit Migrationsbiografie stellen dabei einen wichtigen Anteil von Auszubildenden und tragen wesentlich zur Vielfalt und Gastfreundschaft bei, für die die Branche steht. Gleichermaßen bieten Hotellerie und Gastronomie vielseitige Karrieremöglichkeiten und Entwicklungschancen. Dort anzusetzen und Auszubildende mit Migrationsgeschichten in ihrem Berufsfeld ideell zu fördern, steht hinter dem Mentoringprogramm „Ausbildung macht VIELfalt!”.

In dem Förderprogramm bekommen die ausgewählten Mentees strukturierte Einblicke in den Berufsalltag der Mentoren, die in wichtigen Positionen des Gastgewerbes arbeiten. Komplementär zur Ausbildung bietet das Programm den Teilnehmenden ein umfangreiches Angebot aus Veranstaltungen, Austausch und Workshops, das sie dabei unterstützt, sich beruflich zu vernetzen und persönlich weiterzuentwickeln.

Hier geht es zu den Details
Und hier geht’s zum Projektfilm der Datteltäter

Arbeitsagenturen/Jobcenter

Mehr Unterstützung als (vielleicht) gedacht

Einem leergefegten Arbeitsmarkt und vielen offenen Stellen stehen viele Langzeitarbeitslose und qualifizierbare Mitarbeitende gegenüber. Neben ihrer normalen Vermittler- und Beratertätigkeit möchten die Arbeitsagenturen mit Lohnübernahmen bis 100%, einer Förderdauer bis fünf Jahre und begleitenden Coachings in NRW 15.000 Stellen mit motivierten Langzeitarbeitslosen auch im Gastgewerbe besetzen. Darüber hinaus fördern Arbeitsagenturen Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern. 

Von der Vermittlung über Qualifizierung bis zu Lohnkostenzuschüssen unterstützen Sie Arbeitsagenturen und Jobcenter. Schon mal darüber nachgedacht, die neuen Initiativen für den eigenen Betrieb zu nutzen? 

Das Land NRW möchte in diesem Jahr 15.000 motivierte Langzeitarbeitslose, die in einem besonderen Verfahren ermittelt werden, in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse vermitteln, darunter gerne in Hotellerie und Gastronomie.  

  •  Dabei übernimmt die Arbeitsagentur je nach Programm bis zu 100 Prozent des Arbeitsentgelts und 
  • das für einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren
  • Daneben werden die Arbeitslosen von Coaches begleitet, die helfen sollen, den Weg zurück in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. 
  • Die Jobcenter unterstützen zudem die Betriebe/Unternehmer bei der Auswahl passender und motivierter Arbeitskräfte sowie der späteren Integration, falls gewünscht. 

Mit dem Teilhabechancengesetz, das zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten ist, bieten sich also einige Chancen für alle Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Gesellschaft.   

Erfolgsgeschichten und Zusammenfassung 

Wie das in der Praxis bereits erfolgreich umgesetzt wurde, zeigen folgende Erfolgsgeschichten.

Eine gute Zusammenfassung, wie das Programm funktioniert, finden Sie HIER.

Geflüchtete Menschen bringen unterschiedliche Qualifikationen mit. Einige geflüchtete Menschen haben keine formale Ausbildung, andere sind Fachkräfte, andere Akademiker, manche kommen für eine Ausbildung in Frage. Die Herausforderung für die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt besteht vor allem darin, dass ihre Abschlüsse oft nicht nachgewiesen werden können oder nicht mit denen in Deutschland vergleichbar sind. 

Trotzdem haben viele dieser Menschen in ihren Heimatländern berufliche Kenntnisse und Erfahrungen erworben, die für Unternehmen in Deutschland interessant sein können. Viele der Geflüchteten sind zudem motiviert, in Deutschland zu arbeiten oder eine Ausbildung zu beginnen. Gerade für das Gastgewerbe eröffnen sich hierbei große Chancen.  

Worauf Sie achten müssen und wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) Sie unterstützen kann, erfahren Sie HIER.

Nutzen Sie die Leistungen des Arbeitgeber-Service der Arbeitsagenturen. Der Arbeitgeber-Service berät individuell und unterstützt Sie rund um das Thema Personal. 

Ganz wichtig zum Schluss! 

Melden Sie offene Stellen nach Möglichkeit immer der Agentur für Arbeit!  

Je mehr unbesetzte Stellen dort geführt und nicht besetzt werden, desto größer ist die Chance, den Status eines Mangelberufes zu erlangen.  

Damit würde z.B. die gezielte Zuwanderung von Fachkräften aus dem Nicht EU-Ausland gefördert, was dem Fachkräftemangel wirksam entgegenwirken könnte.