Kita- und Schulverpflegung

Zu einer guten Bildung gehört eine gute Verpflegung. Wer gut isst, lernt besser, bleibt gesünder und kann aktiver am sozialen Leben teilnehmen. Täglich erreichen Kitas und Schulen in Nordrhein-Westfalen Millionen von Kindern und Jugendlichen – und haben damit auch die Chance, allen jungen Menschen unabhängig von Herkunft oder Einkommen eine hochwertige Verpflegung zu ermöglichen. Doch gute Kita- und Schulverpflegung ist vielerorts alles andere als selbstverständlich. Fehlende Standards, hoher Preisdruck, ungenügende Ausstattung in Schulen und Kitas und klamme Schulträger machen Kita- und Schulverpflegung mitunter zur Lotterie.

Deshalb legt das NRW-Bündnis für gutes Kita- und Schulessen jetzt ein

  • gemeinsames Positionspapier mit konkreten politischen Forderungen und dazu
  • die entsprechenden Handlungsempfehlungen vor,

um die Qualität des Essens in Kitas und Schulen landesweit zu verbessern und dauerhaft abzusichern.   

„Ein gutes Mittagessen in Kita oder Schule soll nicht nur sattmachen. Es fördert Gesundheit, Konzentration und Wohlbefinden, es kann Ernährungs- und Nachhaltigkeitskompetenzen vermitteln und Gemeinschaft schaffen. Deshalb muss gute Verpflegung als selbstverständlicher Bestandteil von Bildung und Betreuung verstanden werden“, erklärt das NRW-Bündnis.  

Handlungsfelder

In seinem Positionspapier formuliert das Bündnis acht zentrale Handlungsfelder. Dazu gehören die

  • Einführung und konsequente Umsetzung praxisnaher Qualitätsstandards,
  • eine verlässliche Finanzierung,
  • die Stärkung der Ernährungsbildung,
  • faire Vergabeverfahren sowie
  • bessere räumliche und infrastrukturelle Voraussetzungen für die Verpflegung in Kitas und Schulen.
  • eine stärkere Verankerung des Themas Ernährung in Gesundheits- und Präventionsstrategien sowie
  • eine engere Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung, Trägern und Verpflegungsanbietern.  

Besonders wichtig ist dem Bündnis der Gedanke der Chancengerechtigkeit. Eine gesundheitsfördernde und zukunftsfähige Verpflegung dürfe nicht vom Wohnort, der finanziellen Situation der Eltern oder dem Engagement Einzelner abhängen. Vielmehr brauche es verlässliche Strukturen und politische Verantwortung auf kommunaler und Landesebene.  

„Wir investieren in die Zukunft Nordrhein-Westfalens, wenn wir in gutes Kita- und Schulessen investieren. Jedes Kind hat das Recht auf hochwertige Verpflegung – und jede Kita und jede Schule braucht die Rahmenbedingungen, um dieses Ziel auch umzusetzen.“ 

Mit dem Positionspapier richtet sich das NRW-Bündnis an politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Land und Kommunen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen und die klar formulierten Handlungsempfehlungen sollen als gemeinsamer Orientierungsrahmen dienen, um die Verpflegung von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu stärken.  

Über das NRW-Bündnis für gutes Kita- und Schulessen

Das NRW-Bündnis für gutes Kita- und Schulessen ist ein Zusammenschluss von

  • DEHOGA Nordrhein-Westfalen e.V. (Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Nordrhein-Westfalen e.V.)
  • Ernährungsräte des Landes NRW e.V.
  • Landesverband NRW des Verbandes der Deutschen Schul- und Kitacaterer e.V. (VDSKC NRW) sowie
  • Verbraucherzentrale NRW mit der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW.

Gemeinsam setzen sich die Partner für eine gesundheitsfördernde, nachhaltige und qualitativ hochwertige Verpflegung von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen ein. 

Das NRW-Bündnis für gutes Kita- und Schulessen fordert eine flächendeckend hochwertige, gesunde und nachhaltige Verpflegung für alle Kinder und Jugendlichen. Dafür setzt es sich für verbindliche Qualitätsstandards, eine verlässliche Finanzierung, bessere Ernährungsbildung, faire Vergabeverfahren sowie eine enge Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Verpflegungsanbietern ein.

Hier finden Sie die vollständigen Positionen...

Die Handlungsempfehlungen des NRW-Bündnisses für gutes Kita- und Schulessen zeigen auf, wie eine hochwertige, gesunde und nachhaltige Verpflegung in Kitas und Schulen praktisch umgesetzt werden kann. Im Mittelpunkt stehen klare Zuständigkeiten, DGE-orientierte Qualitätsstandards, nachhaltiger Lebensmitteleinkauf, qualifiziertes Personal sowie eine wertschätzende Esskultur mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.

Hier finden Sie die vollständigen Handlungsempfehlungen...