Im Gastgewerbe Nordrhein-Westfalens arbeiten mehr als 200.000 Minijobberinnen und Minijobber. 95 Prozent davon sind Schüler, Studenten, Rentner oder verdienen sich zu ihrem "normalen" Job noch etwas dazu. Der Minijob ist ins politische Fadenkreuz geraten. Seit dem Koalitionsgipfel vom 1. Juli scheint die Abschaffung der Minijobs zwar vom Tisch, doch Entwarnung kann nicht gegeben werden. Denn mehrere unabhängige Gesetzesvorhaben, die aktuell parallel beraten werden, führen in ihrer Gesamtwirkung zu einer massiven Verteuerung geringfügiger Beschäftigung.
Minijobs sind aber für viele Betriebe unverzichtbar. Ob Samstagabendgeschäft, Außengastronomie, Hochzeiten oder Firmenevents: Hier entstehen flexible Arbeitszeiten, aber oft keine Vollzeitstellen. Werden Minijobs unattraktiver, drohen Einschränkungen bei Angeboten, Service und Öffnungszeiten.
Besonders kritisch ist, dass höhere Arbeitgeberabgaben, Mindestlohnerhöhungen und Änderungen bei der Pauschalsteuer zwar getrennt diskutiert werden, sich ihre Belastungen für die Betriebe aber addieren. Die Folge: Die Arbeitgeberbelastung steigt von 31,17 auf 42,27 Prozent des Lohns. Die Kosten pro Arbeitsstunde erhöhen sich damit von 18,23 Euro auf 20,77 Euro. Für viele gastgewerbliche Betriebe in NRW wäre das ein weiterer erheblicher Kostenschub und für den Minijob eine schleichende Verdrängung durch wirtschaftliche Unattraktivität.
Wegen der andauernden Diskussionen zum Minijob hat der DEHOGA landesweit eine Kampagne zum Erhalt der Minijobs ins Leben gerufen.
Mit der Kampagne „Minijobs erhalten!“ und der neuen Mitmach-Plattform www.minijobs-erhalten.de will der Verband auf die Folgen steigender Belastungen aufmerksam machen, Betroffene zu Wort kommen lassen und fordert die Politik auf, eine transparente Gesamtrechnung aufzustellen.
„Wir brauchen weiterhin eine Beschäftigungsform, die die wirtschaftliche Realität in den Betrieben abbildet. Sie muss unbürokratisch, flexibel und für Aushilfen attraktiv und für Arbeitgeber bezahlbar sein“, sagt Patrick Rothkopf, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.
Der DEHOGA macht bundesweit mobil für den Erhalt der Minijobs. Mit der Kampagne „Minijobs erhalten!“ und der neuen Mitmach-Plattform…
Anlässlich eines gemeinsamen Forums zur Zukunft der Minijobs fordern die Spitzen von Handel, Handwerk und Gastgewerbe in Nordrhein-Westfalen den…