DEHOGA startet Kampagne für den Erhalt der Minijobs: Mehr als 200.000 Minijobs im NRW-Gastgewerbe betroffen

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Der DEHOGA macht bundesweit mobil für den Erhalt der Minijobs. Mit der Kampagne „Minijobs erhalten!“ und der neuen Mitmach-Plattform minijobs-erhalten.de will der Verband auf die Folgen steigender Belastungen aufmerksam machen, Betroffene zu Wort kommen lassen und fordert die Politik auf, eine transparente Gesamtrechnung aufzustellen.

Auch Gastronomie und Hotellerie in NRW wären von stark verteuerten Minijobs empfindlich betroffen. Allein im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe gibt es mehr als 200.000 Minijobs. Gerade im Gastgewerbe sind Minijobs ein wichtiger Bestandteil der Beschäftigung. Sie ermöglichen flexible Arbeit insbesondere am Abend, an Wochenenden und bei Veranstaltungen.

„Wir brauchen weiterhin eine Beschäftigungsform, die die wirtschaftliche Realität in den Betrieben abbildet. Sie muss unbürokratisch, flexibel und für Aushilfen attraktiv und für Arbeitgeber bezahlbar sein“, sagt Patrick Rothkopf, Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen.

Der DEHOGA warnt vor der Summe verschiedener geplanter und bereits beschlossener Veränderungen. Bundesweit könnten die Arbeitgeberabgaben für gewerbliche Minijobs nach DEHOGA-Berechnungen von derzeit 31,17 auf 42,27 Prozent des Lohns steigen. „Wenn die Abgaben-Quote auf über 40 Prozent steigen sollte, wird diese Beschäftigungsform wirtschaftlich immer unattraktiver bei gleichzeitig hoher betrieblicher Notwendigkeit“, so Rothkopf.

Die Kampagne will deshalb die Gesamtwirkung der Veränderungen sichtbar machen. Auf der neuen Plattform werden Fakten, politische Vorhaben und Forderungen gebündelt. Gleichzeitig können Minijobber und Unternehmer ihre persönlichen Erfahrungen schildern und zeigen, welche Bedeutung der Minijob für sie hat.

„Wer diese Beschäftigungsform so schleifen will, gefährdet nicht nur Teile der über 200.000 Minijobs allein im Gastgewerbe NRW, sondern das gesamte Beschäftigungssystem im Gastgewerbe. Die Folgen würden die Betriebe ebenso treffen wie sozialversicherungspflichtig Beschäftigte“, warnt Rothkopf.

In rund 95 Prozent (!) ist die Beschäftigung nach Zahlen der Minijobzentrale dabei ein Hinzuverdienst oder eine zusätzliche Tätigkeit neben Beruf, Studium oder Rente.

Der DEHOGA NRW fordert die Politik in NRW auf, weitere Belastungen der Minijobs zu stoppen und vor weiteren Entscheidungen eine transparente Gesamtrechnung vorzulegen.

Weitere Informationen:
www.minijobs-erhalten.de

Ansprechpartner: Thorsten Hellwig, Pressesprecher