Das Jahr 2026 bringt zahlreiche gesetzliche Neuerungen, die Sie als Unternehmer und Arbeitgeber betreffen. Neue Vorschriften in den Bereichen Steuern, Arbeitsrecht und Digitalisierung fordern eine frühzeitige Anpassung, um rechtssicher und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Diese Seite bietet Ihnen einen kompakten Überblick über die wichtigsten Reformen.
Die Einführung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes wird verschoben. Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben den Entwurf eines „Zweiten…
Mit dem Bundesrat hat jetzt auch die Länderkammer der dauerhaften Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen zugestimmt. Die 7% kommen zum 1.1.26. Das…
Am 31. März 2026 endet die Frist zur Abgabe der Anzeige zur Berechnung der Ausgleichsabgabe für das Anzeigejahr 2025. Die Ausgleichsabgabe müssen…
Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat ein aktualisiertes Schreiben zur steuerlichen Behandlung von Vorteilen beim Laden von Elektro- und…
Ab dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie ein Mehrwertsteuersatz von 7 %, und das dauerhaft. Diese Regelung wurde im Steueränderungsgesetz 2025 verankert und durch Bundestag und Bundesrat beschlossen und betrifft nicht nur Restaurants und Cafés, sondern auch Catering-Dienstleister sowie die Gemeinschaftsverpflegung in Einrichtungen wie z.B. Schulen und Kitas.
Diese Entscheidung ist ein wesentlicher Erfolg der langjährigen und intensiven Arbeit des DEHOGA für faire Rahmenbedingungen im Gastgewerbe.
Alle wichtigen Informationen zur Umsetzung – von der steuerlichen Einordnung bis zur Anpassung von Speisekarten, Kassensystemen und Catering-Angeboten – finden Betriebe im neuen DEHOGA-Merkblatt. Das Dokument steht über die Mitgliederportale der Bezirksverbände sowie im DEHOGA-Shop zum Download bereit.
Ab dem 1. Januar 2026 steigt der gesetzliche Mindestlohn von aktuell 12,82 € auf 13,90 € pro Stunde, ab 2027 weiter auf 14,60 €. Diese Erhöhung kann Auswirkungen auf bestehende Arbeitsverträge und Vergütungsmodelle haben. Bitte prüfen Sie rechtzeitig, ob Anpassungen erforderlich sind. Auch Tarifverträge können betroffen sein, da sie häufig an den Mindestlohn gekoppelt sind.
Ab 2026 wird die Verdienstgrenze für Minijobs von bisher 556 Euro auf 603 Euro monatlich angehoben. Die Erhöhung ist an den gesetzlichen Mindestlohn gekoppelt, der im kommenden Jahr von 12,82 Euro auf 13,90 Euro steigt. Ziel der neuen Verdienstgrenze ist es, geringfügig Beschäftigten mehr finanziellen Spielraum zu ermöglichen, ohne das sie den Minijob-Status verlieren.
Am 26. November 2025 wurde die Sozialversicherungsrechengrößen-Verordnung im Bundesgesetzblatt verkündet. Die ab dem 1. Januar 2026 geltenden Beitragssätze, Bemessungsgrenzen und Sachbezugswerte haben wir hier zum Abruf bereitgestellt.
Die Pauschbeträge für unentgeltliche Wertabgaben (Sachentnahmen) dienen der steuerlichen Vereinfachung. Sie ermöglichen es Betrieben, Warenentnahmen für den Eigenverbrauch pauschal zu verbuchen, anstatt jede Einzelentnahme aufzuzeichnen (§ 148 AO).
Das entsprechende BMF-Schreiben können Sie hier online abrufen.
Ab Herbst 2025 übermitteln private Krankenversicherungen Beitragsdaten elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern. Arbeitgeber greifen künftig über ELStAM auf diese Informationen zu – Papierbescheinigungen entfallen. Das erleichtert die Zuschussberechnung, erfordert aber Anpassungen in den Lohnprozessen. Ein Widerspruch der Beschäftigten ist möglich und hat Auswirkungen auf die Abrechnung.
Zum 1. Januar 2026 passt die GEMA ihre Tarife an. Die prozentualen Abgaben auf Eintrittsgelder und ähnliche Entgelte bleiben unverändert, einige Tarife werden zusammengeführt:
DEHOGA-Mitglieder profitieren von 20% GEMA-Rabatt und werden gebeten, Ihre Rechnungen zu prüfen, um sicherzustellen, dass der Rabatt korrekt angewendet wird.
Ab dem 1. Januar 2026 wird sich der CO₂-Preis in Deutschland in einem Korridor zwischen 55 Euro und 65 Euro pro Tonne bewegen. Diese Maßnahme ist Teil der nationalen Klimaschutzstrategie und soll dazu beitragen, den Ausstoß von Treibhausgasen weiter zu verringern.
Die Erhöhung führt zu höheren Kosten für fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas.
Der höhere Preis soll Anreize schaffen, auf klimafreundliche Alternativen wie erneuerbare Energien, Elektrofahrzeuge oder energieeffiziente Heizsysteme umzusteigen.
Der Beitragssatz zur Künstlersozialabgabe sinkt ab 2026 auf 4,9 Prozent. Diese Abgabe müssen Unternehmen entrichten, die regelmäßig freiberufliche Designer, Autoren oder Pressefotografen beauftragen. Für kleinere Auftragsvolumen gilt eine Bagatellgrenze: Unternehmen, die 2025 insgesamt nicht mehr als 700 Euro an selbstständige Kreativschaffende gezahlt haben, sind von der Abgabe befreit. Ab 2026 wird diese Bagatellgrenze auf 1000 Euro angehoben.. Diese Änderung ist Teil des Bürokratieentlastungsgesetzes IV. Die Frist zur Meldung endet am 31. März 2026.
Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Recherche und Kontrolle erheben wir mit den Informationen auf dieser Seite nicht den Anspruch der Vollständigkeit und können die Richtigkeit nicht garantieren.
Stand: Dezember 2025