Klimawandel und Arbeitsschutz: Was Sie für Ihr Team tun können

Fachgruppe Umwelt

Heiße Sommertage, längere Hitzeperioden und starke Sonneneinstrahlung gehören inzwischen zum Betriebsalltag vieler Unternehmen. Besonders betroffen sein können Mitarbeitende in Biergärten, bei Outdoor-Veranstaltungen, und in schlecht gekühlten Hotel- und Küchenbereichen. Die neue Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME) macht deutlich: Hitzeschutz und Gesundheitsschutz sollten frühzeitig mitgedacht werden.


Wo bestehen Risiken im Gastgewerbe?

Im Biergarten und Außenservice

  • Lange Aufenthalte in der Sonne
  • Hohe Temperaturen auf versiegelten Flächen
  • Erhöhte körperliche Belastung durch Laufwege und Tragearbeiten

Bei Outdoor-Veranstaltungen und Caterings

  • Arbeiten ohne schattige Rückzugsmöglichkeiten
  • Hohe körperliche Belastung beim Auf- und Abbau
  • Zusätzliche Risiken durch Gewitter oder Starkregen

In Hotels

  • Aufgeheizte Zimmer und Flure in nicht klimatisierten Gebäuden
  • Belastungen für Housekeeping und Haustechnik
  • Schlafmangel und Erschöpfung bei Beschäftigten während Hitzeperioden

In Küchen

  • Zusätzliche Wärme durch Herd, Ofen und Spültechnik
  • Höhere körperliche Anstrengung bei ohnehin hohen Temperaturen

Was können Sie konkret tun?

Bereits wenige Maßnahmen können viel bewirken:

  • Ausreichend Trinkwasser kostenlos bereitstellen
  • Kurzpausen in kühleren Bereichen ermöglichen
  • Schattige Rückzugsorte schaffen
  • Sonnenschirme, Markisen oder mobile Beschattung nutzen
  • wenn möglich, Dienst- und Einsatzzeiten anpassen
  • Mitarbeitende auf Anzeichen von Hitzebelastung aufmerksam machen
  • Bei Veranstaltungen Wetterwarnungen regelmäßig prüfen

Besonders aufmerksam sein

Einige Beschäftigte benötigen besonderen Schutz. Dazu zählen:

  • ältere Mitarbeitende,
  • Auszubildende und Jugendliche,
  • Schwangere,
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen. 

Nehmen Sie die nächste Hitzeperiode zum Anlass, Ihren Betrieb einmal mit den Augen Ihrer Mitarbeitenden zu betrachten: Wo wird es besonders heiß? Wo fehlt Schatten? Wo sind zusätzliche Trinkpausen sinnvoll? Oft lassen sich Verbesserungen schnell und ohne große Investitionen umsetzen.

Quelle: Arbeitsmedizinische Empfehlung (AME): Gesundheitsrisiken aufgrund von klimawandelbedingten Veränderungen in der Arbeitswelt

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Ansprechpartner: Frank Thiel, Fachgruppe Umwelt